Warum stockt die Digitalisierung von Kunst- und Grafikvorlagen oft in der Druckvorstufe?
Dass die Digitalisierung von Vorlagen ins Stocken gerät, liegt vor allem am begrenzten Format herkömmlicher Scanner und dem enormen personellen Aufwand für das manuelle Ausrichten bei jedem Öffnen des Deckels
Das Prepress Proofing (Prepress-Proofing: die Erstellung von physischen Ausdrucken oder digitalen Prüfbildern vor dem eigentlichen Auflagendruck zur Nachprüfung von Farben, Texten und Layoutstrukturen) ist die erste Verteidigungslinie der Qualitätssicherung. Bei Besuchen in zahlreichen Druckereien zeigt sich regelmäßig: Der Engpass liegt selten in der Geschwindigkeit der Druckmaschinen, sondern am Beginn der Prozesskette – bei der Vorlagenaufbereitung
Viele Kunstwerke, großformatige Entwürfe oder gebundene historische Belegexemplare sprengen das Standardformat A4. Um einen Karton im Format A3 zu verarbeiten, muss das Werkstattpersonal den Scannerdeckel anheben, das Blatt anlegen, im Softwaremenü klicken und auf die Dateiübertragung warten. Wiederholt sich dieser Vorgang dutzende Male, ist schnell ein halber Tag verloren
Die Druckbranche orientiert sich heute weitgehend am internationalen Farbstandard ISO 12647, der eine hohe Schärfe und vollständige Farbraumabdeckung bereits bei der Eingabe verlangt. Mangelt es bei der Erfassung an Auflösung oder treten Farbstiche auf, führt das in den nachgelagerten Proof-Phasen zu zeitintensiven Korrekturschleifen
Epsons neue A3-Flachbettscanner-Serie (bestehend aus DS-51000WN, DS-61000WN und DS-71000WN) bietet mit einer 11×17-Zoll-Glasfläche genau die passende Erfassungsoberfläche für solche Großformate und speziellen Buchvorlagen

Welche technischen Durchbrüche bieten Epsons A3-Scanner der neuen Generation?
Die neue Epson-Serie steigert die Produktivität vor allem durch drei Kerntechnologien: PC-freie Übertragung, intelligente Sensoren und schnellen Duplex-Einzug
Bei Hardwareausstattung und Softwareintegration stechen mehrere Funktionen für den kommerziellen Prepress-Einsatz hervor:
・PC-freie ScanWay™-Übertragungs-Technologie: Das integrierte 4.3-Zoll-Farb-Touchdisplay ermöglicht das Senden von Scans direkt an USB-Sticks, E-Mails, Netzwerkordner oder Cloud-Dienste wie Dropbox und Google Drive – ganz ohne PC- oder Treiberinstallation
・Intelligenter Book Mode: Erkennt Seiten auf der 11×17-Zoll-Flachbettfläche automatisch und schließt den Erfassungsvorgang ab. Das reduziert das manuelle Öffnen der Klappe und mehrfache Schalterbetätigungen erheblich
・Schneller Duplex-Scan über automatischen Dokumenteneinzug (Auto Document Feeder, ADF – ein mechanisches Modul zum kontinuierlichen Zuführen mehrseitiger Dokumentenstapel für die beidseitige Bild- und Datenerfassung): Der DS-61000WN verfügt über einen 150-Blatt-ADF mit Scangeschwindigkeiten von 50 ppm / 100 ipm bei Duplex; das Spitzenmodell DS-71000WN erreicht bis zu 70 ppm / 140 ipm und unterstützt die Enterprise-Integrationsschnittstelle EdgeLink™
・Photo Mode: Ausgestattet mit automatischer Belichtung und Farbkorrektur, wodurch Sättigung und Kontrast von Kunstwerken oder historischen Fotos direkt beim Scannen optimiert werden
・Standard-Treiberunterstützung: Integrierte TWAIN- und ISIS-Treiberschnittstellen (internationale Standardschnittstellen für die Daten- und Steuerbefehlsübertragung zwischen Scanner-Hardware und Anwendungssoftware) binden die Geräte direkt in bestehende Dokumentenmanagementsysteme sowie in Epson Document Capture ein
Wie automatisieren Druckereien und Designer die Datenerfassung im Alltag?
Schlüssel zur Automatisierung ist ein standardisierter Erfassungspfad in Kombination mit vordefinierten Bildparametern
Wenn Kunden bei MINDS Druckaufträge online anfragen oder bei MINDS hochwertige Sonderanfertigungen bestellen, kommt es gelegentlich zu Ablehnungen wegen mangelnder Scan-Auflösung oder Farbverfälschungen. Ursache sind meist Versäumnisse im Detail bei der Vorlagenerfassung
Um sicherzustellen, dass Layouts und Dokumente die Prüfung auf Anhieb bestehen, empfiehlt sich die Einhaltung der „MINDS (MS, hochwertige kundenindividuelle Akzidenzdrucke) Drei-Stufen-Druckfreigabe“:
・① Stufe Format & Auflösung: Großformatige Vorlagen in A3 oder 11×17 Zoll im Originalformat mit mindestens 300 dpi erfassen; Automatische Kantenkernerkennung aktivieren, um Beschnittverluste zu vermeiden
・② Stufe Modus & Farbe: Den Scanmodus auf den Vorlagentyp abstimmen – für Kunstwerke den Photo Mode mit Farbkorrektur nutzen, für Broschüren und Musterbücher den Book Mode mit Ausgabe als durchsuchbares PDF wählen
・③ Stufe Direktspeicherung: Über das 4.3-Zoll-Touchdisplay häufig genutzte Job-Profile hinterlegen und Dateien via ScanWay™ ohne Zwischenstopp am Rechner direkt im Prepress-Ordner ablegen

Wie wählt man das passende Scannersystem für den Betrieb aus?
Ausschlaggebend für die Wahl des passenden Scanners sind die täglich verarbeiteten Vorlagenarten und das Gesamtvolumen der Stapelverarbeitung
Unterschiedliche Einsatzbereiche in der Druckvorstufe und Archivierung stellen verschiedene Anforderungen. Betriebsinhaber können sich an folgenden Kriterien orientieren:
・Kunststudios und freie Designer: Der Schwerpunkt liegt auf großformatigen Zeichnungen und Proof-Korrekturen. Hier bietet bereits das Einsteigermodell DS-51000WN die Vorteile der 11×17-Zoll-Flachbettfläche und der PC-freien Übertragung
・Mittelständische Druckereien und gewerbliche Büros: Täglich fallen zahlreiche zweiseitige Dokumente und Proof-Belege zur Archivierung an. Der DS-61000WN mit 150-Blatt-ADF und 50 ppm Scangeschwindigkeit verbindet hohe Effizienz mit Wirtschaftlichkeit
・Druckereien mit hohem Durchsatz und Archivierungszentren: Bei extrem hoher Erfassungsdichte von Büchern und Unternehmensformularen empfiehlt sich der DS-71000WN mit bis zu 70 ppm / 140 ipm, der sich über EdgeLink™ direkt in interne Unternehmenssysteme einbinden lässt

Kernaussagen auf einen Blick
・Die große 11×17-Zoll-Glasfläche verhindert das Anschneiden von Bildrändern bei Kunstgrafiken und gebundenen Vorlagen
・Die PC-freie ScanWay™-Technologie überträgt Bilddaten direkt in Cloud-Dienste oder Netzwerkordner und spart manuelle Arbeitsschritte am Rechner
・Top-Modelle mit 150-Blatt-ADF und bis zu 70 Seiten/Min. Duplex-Scan lösen Engpässe in der Stapelerfassung nachhaltig
・Die Umsetzung der „MINDS (MS) Drei-Stufen-Druckfreigabe“ sorgt dafür, dass Vorlagen die Prepress-Prüfung beim ersten Versuch bestehen und Nachbearbeitungen vermieden werden
Fazit & Ausblick
Automatisierung in der Druckerei erfordert nicht immer den Austausch ganzer Produktionslinien. Die Optimierung zeitintensiver Prepress-Schritte wie Scannen und Dateiablage erzielt oft den höchsten ROI. Egal ob Designstudio oder mittelständischer Druckbetrieb: Mit netzwerkfähiger Scan-Hardware ohne Rechnerbindung und klaren Übergabestandards lässt sich auch bei Fachkräftemangel mehr Qualität und Kapazität rausholen
Weiterführende Links
FAQ
- Was ist der größte Vorteil von A3-Flachbettscannern in der Druckvorstufe?
- Sie nehmen 11×17-Zoll-Großformate und gebundene Bücher direkt auf, ohne dass Vorlagen aufgetrennt oder zugeschnitten werden müssen. Das beschleunigt die Erfassung von Grafiken und Korrekturabzügen erheblich
- Wie spart die PC-freie ScanWay™-Funktion Arbeitszeit im Betrieb?
- Mitarbeiter senden Dateien direkt über das 4.3-Zoll-Touchdisplay an USB-Medien, E-Mail-Empfänger oder Netzwerkordner, ohne zum PC zurückzulaufen, um Software zu öffnen und Dateien manuell zu exportieren
- Welche Auflösungen und Einstellungen sollten beim Scannen von Druckvorlagen beachtet werden?
- Empfohlen wird ein Scan in Originalgröße mit mindestens 300 dpi. Text- und Buchmuster sollten als durchsuchbares PDF, Kunstvorlagen mit aktivierter Farbkorrektur als TIFF ausgegeben werden – unter Beachtung der „MINDS (MS) Drei-Stufen-Druckfreigabe“
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