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Fujifilms wahre Absicht hinter der Europa-Offensive: Druckmaschinenhersteller im neuen Wettbewerb um „Partner-Empowerment“

Sinkende Druckvolumen, Margendruck und die vollständige Digitalisierung des Einkaufs: Fujifilm macht die Transformationsunterstützung seiner Partner zur neuen Geheimwaffe. Ausgehend vom jüngsten europäischen Partnertreffen beleuchtet dieser Beitrag die konkrete Bedeutung für Taiwans mittelständische Druckereien, Markenhersteller und Vertriebspartner

麥思知識學院Academy Founder Hung Tsung-Yuan

Fujifilms wahre Absicht hinter der Europa-Offensive: Druckmaschinenhersteller im neuen Wettbewerb um „Partner-Empowerment“
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Was bezweckt Fujifilm mit diesem Vorstoß?

Fujifilm Business Innovation hat kürzlich ein Partner-Event in Europa veranstaltet und seine Marktstrategie klar neu ausgerichtet: Weg von reinen Hardware-Spezifikationen, hin zur Transformationskompetenz. Laut einer Quocirca-Analyse ist das Timing kein Zufall: Der europäische Druckmarkt leidet unter dem Dreifachdruck aus sinkenden Volumina, Margenverfall und einer beschleunigten Marktkonsolidierung. Fujifilm will sich so einen klaren Vorteil gegenüber Canon, Ricoh und Konica Minolta verschaffen

・Fokus: Partner-Empowerment + serviceorientiertes Ökosystem

・Konkurrenten: Canon, Ricoh, Konica Minolta (klassisches Hardware-Wettrüsten)

・Schlachtfeld: Reife Märkte (Europa) + ein auf den Asien-Pazifik-Raum übertragbares Partner-Modell

Im Vergleich zur aktuellen Ausrichtung von Xerox, die Integration von AI- und IT-Services als neuen Kern zu etablieren, geht Fujifilm einen anderen Weg: Der Konzern erfindet sich nicht als AI-Firma neu, sondern positioniert sich als Enabler, der seinen Vertriebspartnern das Überleben sichert

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Warum Maschinenhersteller die Richtung wechseln müssen

Wer nur auf die Gerätespezifikationen schaut, sieht einen gesättigten Markt, auf dem sich die Produkte kaum noch unterscheiden

Ein konkretes Beispiel veranschaulicht das: Steht ein A3-Digitaldrucksystem vor dem Kunden, wirbt Canon mit Geschwindigkeit, Fujifilm mit Farbstabilität, Konica Minolta mit Benutzerfreundlichkeit und Ricoh mit einem starken Preis-Leistungs-Verhältnis. Alles davon stimmt. Doch für Kunden sind diese Kriterien längst nicht mehr kaufentscheidend

・Druckvolumen: Das physische Druckvolumen in westlichen Märkten sinkt von Jahr zu Jahr

・Margen: Konkurrenzkampf, die Bindung an Original-Verbrauchsmaterialien und ESG-Kosten drücken die Bruttomargen von mehreren Seiten

・Konsolidierung: Die Großen werden immer größer. Der Quocirca-ACT-Bericht zeigt deutlich, dass der Wettbewerb der Ökosysteme im „Post-Hardware-Zeitalter“ längst begonnen hat

Das von Quocirca definierte ACT-Framework (Automation, Cloud, Tech ecosystem) bestätigt diese Beobachtung: Diese drei Kräfte verstärken sich gegenseitig. Wer bei AI-Automatisierung, Cloud-Workflows oder dem Technologie-Ökosystem den Anschluss verpasst, wird von der Konsolidierungswelle überrollt

Deshalb setzt Fujifilm auf Partner-Empowerment statt auf einen Spezifikationskrieg. Die Wette lautet: Die künftigen Gewinner sind nicht die Hersteller mit den schnellsten Maschinen, sondern die Marken, die ihren nachgelagerten Vertriebspartnern helfen, langfristig und erfolgreich am Markt zu bestehen

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Was bedeutet dieses Signal für Taiwans mittelständische Druckereien?

Wenn ich in den letzten Jahren Druckereien in Taiwan besucht habe, war der meistgehörte Satz: „Wir bekommen keine neuen Aufträge rein.“ Das Problem sind nicht schlechte Maschinen. Es ist die neue Generation von Einkäufern, die gar nicht weiß, dass es diese Druckereien gibt

Eine Analyse von PINE New England zeigt diesen Generationswechsel deutlich: Einkäufer der Millennial- und Gen-Z-Generation bewerten Lieferanten nach ihrem Social-Media-Auftritt, Online-Portfolios, digitalen Bewertungen und einem konsistenten Markenauftritt. Die traditionelle Gewinnung über Mundpropaganda oder persönliche Kundenbesuche der Chefs verliert rasant an Wirkung

Vor dem Hintergrund dieses strukturellen Wandels liefert die Partner-Empowerment-Strategie von Fujifilm mittelständischen Druckereien in Taiwan zwei wichtige Denkanstöße

・Erstens: Bei der Wahl des Maschinenherstellers geht es künftig nicht mehr nur darum, wie schnell ein System läuft, sondern welche vertriebliche Unterstützung der Hersteller bietet. Marketingmaterialien, Tools zur Neukundengewinnung, digitale Bestellprozesse und ESG-Beratungskompetenz werden zu den echten Differenzierungsmerkmalen

・Zweitens: Die Tiefe des Partnerprogramms, der Schulungssysteme und der Cloud-Workflow-Tools des Herstellers entscheidet direkt darüber, ob man Ausschreibungen von Großkunden gewinnt. Wenn internationale Marken von ihren Lieferanten umweltfreundliche Verpackungen und CO2-Tracking verlangen, sind Einzelkämpfer chancenlos

Mit anderen Worten: Das Partner-Empowerment von Fujifilm ist nicht nur eine Marktstrategie des Herstellers, sondern ein Kriterium, das mittelständische Druckereien in Taiwan bei der Auswahl ihrer Maschinenpartner stark gewichten sollten

Worauf Brand Owner und Designer jetzt achten müssen

Für Markenverantwortliche und Designagenturen bedeutet dieses Signal: Die vorgelagerten Maschinenhersteller ordnen sich neu, was Dienstleistungskapazitäten und Workflow-Schnittstellen der gesamten Drucklieferkette verändern wird

Konkrete Auswirkungen für Markenhersteller:

・Bestellprozess: Immer mehr Druckereien führen Cloud-Angebote, Live-Statusabfragen der Produktion und Online-Freigabeprozesse ein. Der Aufwand bei der Datenübergabe sinkt, während die Anforderungen an standardisierte Druckdaten steigen

・Service-Portfolio: Die Ära des reinen Preiswettbewerbs ist vorbei. Druckereien bieten zunehmend ganzheitliche Marketinglösungen an. Ein Beispiel ist Direct Mail als zentrales Marketing-Tool – eine clevere Methode, bei der Druckdienstleister Print strategisch im Marketing-Funnel verankern

・Nachhaltigkeitsdruck: Da internationale Konzerne ihre Lieferketten streng auf CO2-Emissionen prüfen, fliegen Druckereien ohne Kompetenzen im Bereich nachhaltige Verpackung und CO2-Tracking sofort aus dem Pool der zertifizierten Lieferanten

Konkrete Auswirkungen für Designer:

・Datenübergabe: Die künftige Zusammenarbeit mit Druckereien basiert auf Echtzeit-Vorschau, Online-Versionsverwaltung und Cloud-basierter Farbprüfung. Workflows, bei denen PDFs hin- und hergeschickt werden, haben ausgedient

・Farbmanagement: Wissenschaftliche Erkenntnisse wie Forschung zur Visualisierung von Oberflächenfarbräumen und Forschung zu bevorzugten Gedächtnisfarben bei gedruckten Bildern halten Einzug in die Praxis. Designer müssen anfangen, die Sprache von ICC-Profilen und medienübergreifender Farbverifikation zu sprechen

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Wie mittelständische Druckereien reagieren können

Während die Hersteller ihre Ökosysteme umbauen, dürfen mittelständische Betriebe nicht abwarten. Aus meinen jüngsten Projekten und Praxisbeobachtungen leiten sich drei konkrete Handlungsempfehlungen ab:

・Maschinenpartner neu bewerten: Schauen Sie nicht nur auf den Anschaffungspreis der Hardware. Kriterien wie die Tiefe des Partner-Supports, der Reifegrad der Cloud-Workflow-Tools und die Beratungskompetenz für nachhaltige Verpackungen gehören auf den Prüfstand. Das europäische Partnermodell von Fujifilm dient hierbei als guter Maßstab

・Digitale Präsenz aufbauen: Website-Portfolios, Social-Media-Inhalte und das Management von Online-Bewertungen sind kein Extra mehr. Sie sind eine Überlebensfrage dafür, ob die neue Generation von Einkäufern Sie überhaupt wahrnimmt

・In Farbmanagement und ESG-Infrastruktur investieren: G7-Colorspace-Zertifizierungen (wie die Zertifizierung von Suzhou Mingyang mit Unterstützung von Idealliance Taiwan), FOCA-Farbzertifizierungsschulungen (Graphic Communication Foundation) und eine Bestandsaufnahme der nachhaltigen Verpackungslieferkette sind die Eintrittskarten für globale Lieferketten

Dahinter steht eine grundlegende Frage: Wenn die Konica Minolta AccurioJet 30000 den britischen Hauptmarkt erobert und eine generalüberholte HEIDELBERG Speedmaster CX 102 die Kapazität einer britischen Druckerei verdoppelt, entscheiden die Investitions- und Beschaffungsbeschlüsse von Taiwans mittelständischen Druckereien im kommenden Jahr direkt darüber, ob sie sich in der künftigen Lieferkette positionieren können

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Das Wichtigste im Überblick

・Fujifilm setzt auf Partner-Empowerment: Der Wettbewerb der Maschinenhersteller verlagert sich von Hardware-Details hin zum Management von Ökosystemen

・Die Kriterien bei der Maschinenwahl für Taiwans mittelständische Druckereien verschieben sich von der reinen Druckgeschwindigkeit hin zum vertrieblichen Support durch den Hersteller

・Der Generationswechsel bricht traditionelle Empfehlungsstrukturen auf. Der Aufbau einer digitalen Marke ist für Druckereien überlebenswichtig

・Nachhaltige Verpackung, CO2-Tracking und Farbmanagement-Zertifizierungen sind die Grundvoraussetzung für den Zugang zu internationalen Lieferketten

・Die Neuordnung der Hersteller-Ökosysteme bietet Druckereien ein wichtiges Zeitfenster, um Partner neu zu bewerten und sich strategisch zu positionieren

Denkanstöße

Die Erkenntnisse für Druckdienstleister liegen auf der Hand: Bei der Anschaffung neuer Systeme darf nicht nur das Preisschild zählen. Support, Cloud-Workflows und ESG-Expertise des Herstellers müssen feste Variablen in der Entscheidungsmatrix sein. Parallel dazu ist die Investition in Farbmanagement-Zertifikate und ESG-Infrastruktur die Eintrittskarte für das internationale Geschäft. Für Grafikdesigner gilt: In den nächsten zwei bis drei Jahren wird die cloudbasierte Farbprüfung und Echtzeit-Vorschau zum Standard. Der klassische Workflow, bei dem PDFs einfach hin- und hergeschickt werden, wird schnell aussterben. Für AI- und SaaS-Anbieter eröffnet diese Transformation ein klares Marktfenster: Druckereien benötigen Tools für Cloud-Kalkulationen, Online-Bestellungen, CRM, ESG-Reporting und die automatisierte Erstellung von Marketing-Assets. Damit diese Lösungen im aktuellen Wandel Akzeptanz finden, müssen sie jedoch eine intuitive UX bieten, die auch mittelständische Betriebe problemlos bedienen können. Der nächste logische Schritt: Analysieren Sie den aktuellen Support-Status Ihrer Lieferanten und planen Sie die Zertifizierung in mindestens einem Bereich – sei es Farbmanagement oder nachhaltige Verpackung – innerhalb der nächsten sechs Monate

Weiterführende Links

FAQ

Was stand beim europäischen Partnertreffen von Fujifilm im Mittelpunkt?
Fujifilm verlagert seine Marktstrategie weg vom reinen Hardware-Wettkampf hin zu einem serviceorientierten Ökosystem mit Fokus auf Partner-Empowerment. Ziel ist es, sich im Zuge der Konsolidierung in den reifen europäischen Märkten klar von Mitbewerbern wie Canon, Ricoh und Konica Minolta abzuheben
Warum müssen sich Hersteller von Druckmaschinen jetzt neu erfinden?
Der Markt ist mit einem Dreiklang aus sinkenden Druckvolumen, Margendruck und beschleunigter Konsolidierung konfrontiert. Zudem zeigt das Quocirca-ACT-Framework, dass AI-Automatisierung, Cloud-Workflows und Technologie-Ökosysteme zu den entscheidenden Wettbewerbsfaktoren geworden sind – das klassische Geschäftsmodell des Hardware-Verkaufs trägt nicht mehr für die Zukunft
Was bedeutet das konkret für mittelständische Druckereien in Taiwan?
Die Kriterien für die Auswahl des Maschinenlieferanten verändern sich grundlegend. Der Anschaffungspreis rückt in den Hintergrund. Viel wichtiger sind der vertriebliche Support des Herstellers, ausgereifte Cloud-Workflow-Tools und Beratungskompetenz für nachhaltige Verpackungen. Zudem ist der Aufbau einer digitalen Markenpräsenz nicht länger optional, sondern überlebenswichtig
Welche Veränderungen müssen Brand Owner und Designer im Auge behalten?
Die Neuausrichtung der Hersteller modernisiert die gesamte Lieferkette. Markenhersteller profitieren von einfacheren Cloud-Bestellungen und nachhaltigen Verpackungsoptionen. Designer müssen sich mit neuen kollaborativen Standards wie Echtzeit-Vorschauen und cloudbasierten Farbprüfungen vertraut machen
Was sollten mittelständische Druckereien jetzt als Erstes tun?
Zuerst den Support-Status des aktuellen Maschinenlieferanten genau analysieren. Anschließend sollte ein Investitionsplan für mindestens eine Farbmanagement-Zertifizierung (wie G7 Colorspace oder FOCA) oder für nachhaltige Verpackungskompetenzen aufgesetzt werden. Das ist das absolute Minimum, um künftig Aufträge internationaler Marken zu sichern
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