Druckspezifikations-Generator
Eine anfragefähige Druckspezifikation umfasst sechs Kernangaben: Endformat, Papiersorte und Grammatur, Farbigkeit, Weiterverarbeitung/Veredelung, Auflage und Liefertermin. Das Formular generiert lokal im Browser eine HTML-Datei – bewusst ohne Preisfeld, damit alle Druckereien auf exakt derselben Basis kalkulieren.
Aktualisiert 2026-09-05 · Methodenversion v1.1.0
How to Use
- Produktname eingeben, Kategorie und Endformat aus den Listen wählen (A4, Visitenkarte 90×54 oder eigene Breite und Höhe), dann die Menge eintragen
- Bei Bedarf Papier, Grammatur, Farben, Farbstandard, Dateiformat und Beschnitt aus den Listen wählen, Veredelungen ankreuzen und Liefertermin, Lieferort und Notizen ergänzen
- Nach Ausfüllen der Pflichtfelder auf „Dokument herunterladen (HTML)“ klicken, um das Spezifikationsblatt lokal zu speichern
- Oder unten im Feld „E-Mail“ die Adresse eingeben und auf „Senden“ klicken, um das Spezifikationsblatt zur Abstimmung an den Berater zu senden
Berechnungsmethode und Annahmen
„Können Sie mir ein Angebot für einen Katalog erstellen?“ – Auf diese Anfrage reagiert eine Druckerei meist mit einer Reihe von Rückfragen: Wie viele Seiten? Welches Papier? Lackieren oder Cellophanieren? Welche Auflage? Eine Druckspezifikation beantwortet all diese Fragen vorab. Ob eine Preisanfrage in einer Runde erledigt ist oder drei E-Mail-Schleifen braucht, entscheidet genau dieses Dokument.
Die Formularfelder orientieren sich an der Kalkulationspraxis von Druckereien. Endformat, Papiersorte samt Grammatur, Farbigkeit, Weiterverarbeitung und Auflage sind die fünf unverzichtbaren Parameter für jedes Angebot; fehlt auch nur einer davon, kann die Kalkulation nicht starten. Papier macht oft den größten Kostenfaktor aus – ohne Flächengewicht können nicht einmal Papierpreise angefragt werden. Der Liefertermin bestimmt zudem, ob eine Express-Produktion eingeplant werden muss. In der Praxis führt ein verspätet genannter Liefertermin zu deutlich mehr Problemen als nachträglich präzisierte Spezifikationen.
Die Farbigkeit im branchenüblichen Fachjargon anzugeben, schließt Missverständnisse aus: 4+4 steht für beidseitig vierfarbig (CMYK), 4+0 für einseitig vierfarbig, 1+1 für beidseitig einfarbig. Heißfolienprägung, partieller UV-Lack und ähnliche Effekte gehören in das Feld Veredelung und nicht in die Farbangabe. Diese Notation nutzen Druckereien täglich – so sieht der Kalkulator auf einen Blick, wie viele Maschinendurchgänge erforderlich sind.
Die Spezifikation enthält bewusst kein Preisfeld. Ihr entscheidender Wert liegt in der einheitlichen Vergleichsbasis: Wenn Sie exakt dasselbe Datenblatt an drei Druckereien senden, sind die eingehenden Angebote wirklich vergleichbar. Weichen die Vorgaben voneinander ab, ist jeder Preisvergleich hinfällig. Preisverhandlungen beginnen erst, wenn die Spezifikationen fixiert sind – deshalb erstellt dieses Tool eine Druckspezifikation und kein Angebot.
Das Dokument wird vollständig lokal in Ihrem Browser generiert. Ihre Eingaben werden auf keinen Server übertragen. Nach dem Klick auf Generieren erhalten Sie eine HTML-Datei, die Sie lokal speichern oder an einen Fachberater weiterleiten können – nur Daten, die Sie aktiv versenden, verlassen Ihr Endgerät.
Felder, bei denen Sie unsicher sind, können Sie vorerst leer lassen. Typischer Fall: Der Einsatzzweck ist bekannt, die genaue Papiersorte noch nicht. Senden Sie das Dokument einfach mit den vorhandenen Angaben ab – ein Berater ergänzt die fehlenden Spezifikationen passend zu Ihrem Vorhaben, oder Sie grenzen die Auswahl vorab mit unserem Papier-Finder auf zwei bis drei Sorten ein. Spezielle Produkte wie flexible Verpackungen oder Rollenhaftetiketten sprengen den Rahmen eines Standardformulars; hier führt ein direktes Telefonat mit der Druckerei schneller zum Ziel als das Ausfüllen einer Vorlage.
Sieben Felder sind jetzt Auswahllisten: Format, Grammatur, Farben, Veredelung, Farbstandard, Dateiformat und Beschnitt, jede Option mit ihrer Grundlage. A/B-Formate stammen aus ISO 216:2007, DL/C5-Umschläge aus ISO 269, Visitenkarte 90×54 und Shiroku-Teilungen sind in Taiwan üblich; Papier und Veredelung lesen dieselben Datensätze wie die Papier- und Veredelungsauswahl. Vorgaben sind übliche Ausgangspunkte, keine Empfehlungen: Farbstandard standardmäßig Japan Color 2011 Coated (bei taiwanischen Druckereien üblich), ISO 12647-2:2013 PSO Coated v3 (Fogra51) und GRACoL 2013 bleiben wählbar; Dateiformat standardmäßig PDF/X-4 (ISO 15930-7:2010, 2026 als aktuell bestätigt), daneben das in Taiwan verbreitete PDF/X-1a und das auf PDF 2.0 basierende PDF/X-6. Jede Liste hat einen Ausweg „benutzerdefiniert“, und Freitext aus älteren Einträgen wird beim Laden einer Option zugeordnet oder in die Notizen übernommen, nichts geht verloren.
Anwendungsfälle
- Ein Marketingplaner benötigt 2,000 A4-Kataloge: Das Spezifikationsblatt weist 4+4, Umschlag 250 g/m² Bilderdruck matt kaschiert, Innenteil 128 g/m² und Rückendrahtheftung aus – an drei Druckereien gesendet, liegen am nächsten Tag die Angebote direkt zum Vergleich nebeneinander vor.
- Ein Designer erhält das vage Briefing „Visitenkarte soll hochwertig wirken“: Zuerst als Spezifikation festhalten – 90×54mm, 240 g/m² Leinenpapier, 1+1 plus Heißfolienprägung – und die Druckbarkeit der Heißfolie vor der Reinzeichnung von der Druckerei prüfen lassen, um Nacharbeit wegen zu feiner Linien zu vermeiden.
- Ein E-Commerce-Unternehmen bestellt jährlich 500 Faltschachteln nach: Das archivierte Spezifikationsblatt wird aufgerufen, nur Menge und Liefertermin werden aktualisiert und neu versendet, ohne die gesamten Parameter erneut abstimmen zu müssen.
- Zentrale Beschaffung von Standardartikeln wie Briefumschlägen und Notizblöcken: Ein Spezifikationsblatt pro Artikel anlegen und jeder quartalsweisen Anfrage beifügen, damit auch neue Lieferanten ohne Rückfragen eindeutig kalkulieren können.
- Ein freiberuflicher Designer ist sich beim Material unsicher: Alle anderen Felder ausfüllen, im Papierfeld „Messebroschüre, soll griffig und stabil sein“ vermerken und an den Berater senden, um das vervollständigte Spezifikationsblatt anschließend final zu prüfen.
- Der Druckerei-Vertrieb erhält eine unklare Preisanfrage und sendet den Link zur Spezifikation mit der Bitte um vollständige Angaben zurück – ohne die sechs Pflichtangaben erfolgt keine Aufnahme in die Kalkulation
Häufig gestellte Fragen
- Welche Angaben sind für eine Druckanfrage erforderlich?
- Sechs Kernpunkte: Endformat, Papiersorte und Grammatur, Farbigkeit (z. B. 4+4), Weiterverarbeitung/Veredelung, Auflage und Liefertermin. Liegen diese sechs Parameter vor, kann die Druckerei ohne Rückfragen kalkulieren; das Formular folgt exakt dieser Struktur und erzeugt ein direkt versandfertiges Spezifikationsblatt.
- Was bedeuten Farbangaben wie 4+4 oder 4+0?
- Die Zahl vor dem Plus steht für die Vorderseite, die dahinter für die Rückseite: 4+4 bedeutet beidseitig vierfarbig (Euroskala), 4+0 einseitig vierfarbig und 1+1 beidseitig einfarbig. Veredelungen wie Heißfolienprägung oder Sonderfarben werden separat vermerkt, z. B. „4+4 plus Heißfolie“. Dies ist der branchenübliche Standard zur Vermeidung von Missverständnissen.
- Kann das Feld für die Papiersorte leer gelassen werden?
- Ja. Eine Beschreibung nach dem Muster „Verwendungszweck + gewünschte Haptik/Optik“ genügt völlig, beispielsweise „Katalog-Innenseiten, matte Haptik“. Alternativ können Sie vorab den Papier-Finder auf unserer Plattform nutzen, um die Auswahl einzugrenzen. Bei Weiterleitung an einen Berater wird das leere Feld passend zu Ihrem Projekt ergänzt.
- Welches Datum gehört in das Feld für den Liefertermin?
- Geben Sie das Eintreffen der fertigen Ware (Wareneingang) an, nicht den Drucktermin an der Maschine. Die Druckerei berechnet den Produktionsvorlauf von diesem Zieldatum aus rückwärts. Für die vollständige Terminplanung und den spätesten Projektstart empfiehlt sich unser integrierter Zeitplaner.
- Worin liegt der Unterschied zwischen Spezifikation und Angebot, und warum berechnet das Tool keinen Preis?
- Die Spezifikation definiert das „Was“, das Angebot das „Wie viel“. Eine fundierte Kalkulation hängt von tagesaktuellen Papierpreisen, Maschinenauslastung und Produktionskapazitäten der jeweiligen Druckerei ab; pauschale Preisrechner liefern hier unzuverlässige Richtwerte. Ein einheitliches Spezifikationsblatt für Vergleichsanfragen bei mehreren Betrieben ist der verlässliche Weg zu marktgerechten Preisen.
- Werden die eingegebenen Daten auf einen Server hochgeladen?
- Nein. Das Dokument wird lokal im Browser als HTML zusammengestellt und die eingegebenen Daten passieren keinen Server; erst wenn Sie sich aktiv für den Versand entscheiden, verlässt diese eine Datei Ihr Gerät. Sie können die Felder unbesorgt ausfüllen – selbst bei Korrekturen oder einem Neustart verbleiben keinerlei Aufzeichnungen bei Dritten.
- Wann reicht ein Spezifikationsblatt nicht aus und man sollte direkt mit der Druckerei sprechen?
- Bei Spezialprodukten wie flexiblen Verpackungen, Rollenetiketten oder Sonderkonstruktionen können Standardfelder die verfahrenstechnischen Details nicht vollständig abbilden; bei extrem hohen Auflagen oder sehr knappen Terminen müssen Maschinenkapazitäten und Produktionsfenster ohnehin direkt abgestimmt werden. In solchen Fällen ist es deutlich effizienter, das Spezifikationsblatt als Gesprächsgrundlage mitzubringen, statt zu versuchen, jedes Detail hineinzuzwängen.
Einschränkungen und Haftungsausschluss
- Das Spezifikationsblatt enthält bewusst keine Preisfelder – es ist ein technisches Dokument, kein Angebot; die Preisbildung obliegt den angefragten Druckereien
- Die Felder sind auf den allgemeinen Akzidenzdruck ausgelegt; Spezialprodukte wie flexible Verpackungen oder Rollenetiketten erfordern zusätzliche Angaben
- Das Dokument wird als HTML lokal im Browser generiert; abgesehen vom aktiven Versand verbleiben alle Daten auf Ihrem Endgerät
- Das Spezifikationsblatt dient als Abstimmungsgrundlage, die finale Druckbarkeit wird verbindlich durch die Druckerei bestätigt
Normen & Upstream-Quellen
- ISO 216:2007 paper trimmed sizes (A/B series)
- ISO 269 envelope sizes (edition not verified)
- ISO 15930-7:2010 PDF/X-4
- ISO 15930-9:2020 PDF/X-6
- ISO 15930-1:2001 PDF/X-1a (edition not verified)
- ISO 12647-2:2013 offset process control
- ECI / Fogra51 and Fogra52 characterisation data
- Japan Color 2011 Coated (ICC registry)
- CGATS.21-2 / GRACoL 2013 (PRINTING United)
- ISO 536:2019 paper and board grammage
Brauchen Sie eine professionelle Prüfung?
Die von den Tools berechneten Werte sind digitale Referenzwerte. Vor dem Start der Serienproduktion ist es deutlich günstiger, die Planung der Proofs, die Festlegung der Spezifikationen und versteckte Risiken in den Druckdaten von einem Fachberater aus der Druckbranche prüfen zu lassen, als eine fehlerhafte Charge neu zu drucken
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